Schallschutz innerhalb der Wohnungen

Leider habe ich es schon selber erlebt und auch oft davon gehört, dass selbst in modernen Neubauten oft der Schallschutz innerhalb des Hauses nicht wirklich befriedigend ist, ob es Leitungsschächte sind, die jedes Geräusch aus dem Badezimmer darunter oder darüber transportieren, oder schwimmender Estrich, der mit jedem Schritt bei um die 60 Hertz dröhnend vibriert, so dass man alle Schritte sämtlicher Nachbarn als tiefes Wummern hören kann oder man kann den Nachbarn niesen hören.
Auffällig ist auch, dass dieses Thema bei sämtlichen Neubauprojekten NIE ein Thema ist, obwohl sehr viele Menschen bereit wären, VIEL Geld dafür auszugeben, damit sie (endlich!) ihre Ruhe vor den Nachbarn haben. Nach dem aktuellen Stand bleibt es aber nach wie vor ein Lottospiel.
Gibt es denn dazu auch ein Konzept, das über die Mindeststandards der DIN4109 hinausgeht?

Ein Kommentar

  1. Ja es gibt dazu Konzepte.
    Zum einen das Beiblatt 2 zur DIN 4109 mit den Empfehlungen zum erhöhten Schallschutz. Dieses Beiblatt enthält allerdings – wie der Name schon sagt – nur Empfehlungen, die nicht baurechtlich verbindlich sind. Das Beiblatt ist keine sog. „eingeführte technische Baubestimmung“ die zwingend von staatlicher Seite mit Bauantrag einzuhalten ist und geprüft würde. Aber sie kann zivilrechtlich zwischen den Bauparteien (Bauherr – Planer – Bauunternehmen) per Vertrag vereinbart werden, z.B. im Rahmen der Baubeschreibung.
    Das gleiche gilt für die VDI 4100.
    Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Schallschutz

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